Vorsitzender Wilhelm Kemper: „Wir sind auf einem guten Weg“

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Epe im Eper Wirtshaus

 „Wir sind auf einem guten Weg!“ das war das Resümee des Vorsitzenden des Heimatvereins Epe, Wilhelm Kemper in der Jahreshauptversammlung im Eper Wirtshaus. „Wir haben einen komfortablen Mitgliederbestand, eine sehr aktive Gruppe um den Vorstand, eine intakte und solide Kassenlage  mit gesichertem Kassenbestand  und immer wieder neue  Initiativen. Dafür sei er sehr dankbar.  In einer kurzen Zusammenfassung zu den Schwerpunkten der Arbeit  des Vorstandes für das kommende Jahr erwähnte Wilhelm Kemper die Aktionen um die Nistkästen und Streuobstwiesen, die Veranstaltung zur Erinnerung an 75 Jahre Kriegsende mit der VHS und den anderen Heimatvereinen zusammen, an den Vortrag über die verschwundenen  Insekten und Bienen. Er hob insbesondere auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen der Nachbarschaft diesseits und jenseits der Landesgrenze  hervor. Er lobte das Engagement der Mitarbeiter des Heimatvereins. Dabei verwies er auf auch die Bemühungen des Vereins, die Archivarbeit zu verstärken und mit professioneller Hilfe auszubauen.  Damit das so bleiben könne, sei es immer wieder nötig, neue und jüngere Mitglieder für den Heimatverein zu gewinnen. Dazu forderte er die versammelten Mitglieder ausdrücklich  auf. Im weiteren Verlauf des Abends gab die Schriftführerin Nanni Frieler  einen umfassenden und lebhaften Bericht des vergangenen Jahres, der Geschäftsführer Günther Verst  erläuterte die Einnahmen und Ausgaben des Vereins und bat um Werbung für den Verein. Die Mitgliederversammlung entlastete anschließend auf Antrag vom Kassenprüfer Heinz Klümper ohne Gegenstimmen Geschäftsführer und den Vorstand des Vereins. Unter Verschiedenes stellte dann Josef Pieper  den Entwurf eines neuen Buch vor, das ein Redaktionsteam  in den nächsten zwei Jahren erstellen will. Es soll Eper Nachkriegsgeschichte(n) heißen und sich mit der Geschichte Epes von 1945 – 1975 beschäftigen. Außerdem soll das Buch  die vielen Geschichten, die jetzt noch präsent sind, erhalten. Josef Pieper forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an diesem Buch durch ihre eine eigenen Geschichten zu beteiligen. (weiterer Bericht folgt)

Im Rahmen der Hauptversammlung hatte auf Einladung des Heimatvereins der Geschäftsführer der Stadtwerke Gronau GmbH Dr. Wilhelm Drepper zu Beginn ein Referat zum Thema: „Die Energieversorgung im Umbruch für den Klimaschutz“ gehalten. Seine Fragen lauteten vor allem: Was machen die Stadtwerke Gronau für den Klimaschutz? Und, was kann jeder einzelne tun, um den Treibhauseffekt so gering wie möglich zu halten?

Dr. Drepper ging zunächst auf die Grundlagen des Treibhauseffektes ein. Der Effekt des Treibhauses wird nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen

  1. ungeheure Auswirkungen auf das Klima, auf die Zunahme von extremen Wettersituationen, auf den Anstieg des Meeresspiegels und auf die Zunahme von Wüsten weltweit verursachen.
  2. ist menschengemacht und wird nur durch ziemlich radikale Maßnahmen überall auf der Welt gestoppt werden können.

Die Stadtwerke Gronau stellen sich auf dieses Szenario ein und unternehmen ein Menge, um den klimapolitischen  Zielen, möglichst CO2 neutralen Strom zu produzieren und zu verkaufen,  gerecht zu werden. Schon jetzt bieten die Stadtwerke für wenig Mehrpreis mit dem Produkt Ökostrom 100%-klimaneutralen Strom an. Er machte  auch deutlich, dass die Braunkohle besonders viel CO2 je kWh freisetze und dass deswegen zurecht gefordert worden sei, diese klimabelastenden Kraftwerke möglichst alle schnell abzuschalten. Es böten sich für die Übergangszeit bis zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und dem Umbau der Stromversorgung die im Vergleich dazu klimaschonenderen und flexiblen Gaskraftwerke an. Die Stadtwerke selbst bauen aktuell in Eigenregie zwei weitere Windkraftanlagen im Lasterfeld. Diese Windkraftanlagen werden die Eigenproduktion von grünem Strom in Gronau  und Epe erheblich erhöhen.  Die Bürger können sich demnächst mit einer Einlage an der Bürgerenergiegenossenschaft grogeno von 500 € bis maximal 50.000 € an diesen neuen Anlagen beteiligen. Grogeno prognostiziert langfristig eine Rendite von mindestens 3%. Dr. Drepper wies weiter darauf hin, dass jeder einzelne Bürger in seinem Umfeld eine Menge für die Energiewende leisten könne: Radfahren statt Auto, Bahn statt Auto, E – Auto statt Verbrenner, Auto mit CNG/Biomethangas (übrigens wurde die Erdgastankstelle in Epe Anfang 2020 von den Stadtwerken zu 100% auf Biomethan umgestellt, das aus nachwachsenden Roh-/Restoffen erneuerbar erzeugt – deswegen klimaneutral ist), neue energiesparende Heizung.  Er machte auf eine Internetadresse beim Umweltbundesamt (https://uba.co2-rechner.de/de_DE) aufmerksam: Dort kann jeder über einen interaktiven Rechner seinen individuellen CO2-Fuß-Abdruck errechnen lassen. Zum Schluss machte Dr. Drepper noch einmal deutlich, dass wir in Deutschland die Technik und  das nötige Kapital haben, um den klimaneutralen Umbau unseres Energieversorgungssystems zu betreiben und damit als Vorreiter viel Schaden von der Welt abhalten zu können. Der Vorsitzende des Heimatvereins Wilhelm Kemper bedankte sich nach dem ausführlichen sehr interessanten  Vortrag ganz herzlich und übergab ihm ein Buchpräsent des Vereins.“

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