KOMMT UND SEHT!

NEUER PFARRER THORSTEN BRÜGGEMANN STELLTE SICH IM HEIMATVEREIN EPE VOR

Wie schon in einer der letzten Predigten im Gottesdienst rief der neue Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Agatha allen Gemeindemitgliedern und darüber hinaus allem Menschen guten Willens zu: „Kommt und seht! Seht, was Euch Jesus Christus sagen will.. Es gehe Jesus um die Wertschätzung und Anerkennung eines jeden Menschen. Es lohne sich für jeden von uns, sich mit dem Leben Jesu zu beschäftigen und zu entdecken, wie menschenfreundlich er sei“, so Pfarrer Brüggemann, der sich auf Einladung des Heimatvereins als dessen neuer Nachbar und Pfarrer der Gemeinde vorstellte. Mit großem Interesse und mit einem warmherzigen Empfang begleitete eine große Gruppe des Heimatvereins den Abend mit dem neuen Pfarrer.
Der Satz Jesu stehe am Anfang der Jüngerberufung im Johannesevangelium. Jesus lade ein, ihn kennen zu lernen, mehr noch sein Jünger zu werden. So verstehe er seinen priesterlichen Dienst: Menschen zu helfen, in eine persönliche Begegnung und eine persönliche Beziehung zu Jesus zu kommen, um so zu einer Erneuerung und Verfestigung des Glaubens zu kommen.

Kommt und seht“ (Joh. 1,39) sei sein Priester- und Lebensmotto. Er habe es sich als Weihekandidat gewählt, nachdem er die Berufung zum Priester verspürt habe. Die sei allerdings erst auf Umwegen auf ihn zugekommen. Nach dem Abitur 1995 und dem Zivildienst beim Caritasverband (Betreuung von Behinderten und “Essen auf Rädern in Beckum“) in seinem Geburtsort Hamm – Heesen habe er bis 2004 zunächst eine Ausbildung als Versicherungskaufmann begonnen und den Beruf auch einige Jahre ausgeübt. Ab 2004 habe er dann nach sorgfältiger Prüfung mit dem Theologiestudium nach dem sog. Ahlener Modell (Priesterausbildung in der Praxis) begonnen. Mit anderen Kandidaten und dem Ortspfarrer habe er dann in Borghorst in einer Wohngemeinschaft bis 2008 gelebt, studiert und gearbeitet. Er habe dann als Diakon in Emmerich am Niederrhein gearbeitet und sei nach der Priesterweihe 2011 nach Haltern am See in die erste Kaplansstelle gekommen. Das sei schon eine außergewöhnliche Gemeinde gewesen: Sie sei aus einer ehedem 9 selbstständigen Gemeinden zu einer Gemeinde mit 24 000 Katholiken zusammengelegt worden. Insbesondere habe ihn in dieser Zeit der Flugzeugabsturz vom 24.März 2015 gefordert. Er habe einzelne Opfer persönlich gekannt, da einige von ihnen als Messdiener in seiner Gemeinde tätig gewesen seien. Er habe vielen Menschen Trost und Hoffnung geben müssen. Im Sommer desselben Jahres habe er dann seine 2. Kaplansstelle in Cloppenburg angetreten. Anfang 2017 habe er einen Anruf erhalten, ob er sich vorstellen könne, nach Epe zu gehen, um dort Pfarrer der Gemeinde St. Agatha zu werden. Nach einer Inkognito – Besichtigung Epes und einem Kontaktgespräch mit den Verantwortlichen der Gemeinde in Epe habe er gerne „Ja“ zu St. Agatha gesagt. Und nach mehr als 100 Tagen könne er sagen, er habe es nicht bereut und er sei gerne und mit Freude Pfarrer in Epe.

Im weiteren Verlauf des zweistündigen Gesprächs ging Pfarrer Brüggemann auf viele aktuelle und praktische Fragen der Anwesenden ein. So zeigte er sich offen für Anregungen aus der Gemeinde. Er wolle bei Umwälzungen und Veränderungen, die sich sicher im Laufe der Zeit zeigen werden, die Menschen mit „auf den Weg“ nehmen. Er freue sich sehr über die große Anzahl der Gottesdienstbesucher am Sonntag, über die große Anzahl der aktiven Messdiener und über die vielen engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er wisse, dass es noch eine Anzahl von enttäuschten Gemeindemitgliedern gebe, die früher zur St. Antonius Gemeinde gehört hätten. Er sehe hier eine Herausforderung, der er sich stellen werde. Pfarrer Brüggemann zeigt sich erfreut darüber, dass die Gemeinde personell gut aufgestellt sei. Gute Mitarbeiter seien eine große Erleichterung. Eine praktische Ökumene betrachte Pfarrer Brüggemann als Herzensangelegenheit. Mit dem evangelischen Pfarrerehepaar Tyburski / Roth hier in Epe pflege er einen sehr guten Kontakt. Ökumene sei ihm im Übrigen schon in die Wiege gelegt: sein Vater sei evangelisch und seine Mutter katholisch. Vor ihm lägen eine Menge Aufgaben, die er beherzt angehen werde. So werde in Kürze mit den Umbauten am Pfarrhaus begonnen. Die Außenwände würden bestehen bleiben; die Innenbereich entkernt und neu errichtet. Ansonsten plädierte der neue Pfarrer für neue pastorale Ideen, die er in der Gemeinde diskutieren und probieren wolle. Das seien vermutlich „Dicke Bretter“. Er lade jedoch dazu alle ein, mitzumachen: „Kommt und seht“.

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